Trani

von Bernd Holzmann am 04.06.2021 / in Blog

Wir haben einen schönen Plan für den Rest der Reise!
Wir haben uns für die teure aber deutlich entspanntere Lösung entschieden. Gerade fahren wir mit Motor (bei großartigem Wetter, leider ohne Wind) nach Vieste. Von da geht es morgen nochmal einen etwas längeren Schlag nach Lastovo in Kroatien. Am Donnerstag nächster Woche wird Adelante in Split verladen und nach Berlin transportiert.
Bis dahin machen wir uns noch ein paar schöne Tage auf den vorgelagerten Insel und treffen unsere Freunde Rainer und Gabi.
Bis wir am Samstag zurück nach Berlin fliegen, bleiben wir dann in der schönen Stadt Split.
Und ab übernächster Woche sind wir und Adelante wieder auf der Havel unterwegs.

Gestern sind wir von Bari nach Trani gefahren, teilweise auch mal wieder gesegelt.
Trani hatten wir als wunderschön in Erinnerung und das war es auch. Aber schon beim letzten Besuch war es irgendwie schwierig da einen Liegeplatz zu bekommen. Es gibt Plätze beim Segelclub der Lega Navale und an einen kommunalen Steg. Da wir letztes Mal beim kommunalen Steg lagen, sind wir einfach dahin gefahren. Aber die 2 Typen da, bewegten sich zunächst nicht. Auf unser Rufen kam dann irgendwann einer und sagte es sei nichts frei, obwohl augenscheinlich viel frei war. Wir sollen zur Lega Navale.
Da sind wir hingefahren, aber es sah sehr voll aus. Außerdem war da kein Mensch zu sehen. Also zur Bootstankstelle. Der Tankwart war so nett jemanden bei der Lega anzurufen, der wohl sagte er habe einen Platz und dass er in 30 min käme. So lange sollten wir im runden Hafenbecken unsere Runde drehen, was wir auch machten.
Auch eine 3/4 Stunde später tat sich nichts. Der Tankwart versteckte sich und einer der beiden kommunalen Hafenwächter bewachte seinen Steg wie ein Hund seinen Hof. Immer wenn wir zu nahe kamen rief er irgendwas auf Italienisch und gestikulierte Richtung Segelclub.
Wir legten also nochmal an der Tanke an und ich zwang den Wart nochmal zu telefonieren.
Und da berichtete er, dass im Segelclub doch kein Platz frei sei!?
Und dann rief er wohl nochmal bei diesen kommunalen Hafenheinis an. Die fragten dann wo wir herkämen und als ich Bari sagte und das durch eine Rechnung belegen konnte, ging es plötzlich und wir bekamen einen der wirklich zahlreichen Plätze!
Der Wachhund nahm freundlich unsere Leinen an und sagte: Welcome to Trani!
Was war passiert? Auf meine Frage was das Problem gewesen sei, sagte der Dorfdepp im Hafenbewachungshäuschen, es gäbe kein Problem. Nur die Polizei mache manchmal Probleme.
Was wirklich das Problem war, weiß ich nicht. Aber ich denke, die beiden haben befürchtet, dass wir aus Kroatien kämen und hatten einfach keinen Bock auf den Papierkram, der dann fällig geworden wäre.
Egal, wir hatten eine schönen Platz in diesem schönen runden Hafenbecken, um das herum das Leben stattfindet.
2 AperolSprizz in der Sonne. Das Leben ist so schön, wenn Corona schon fern scheint, man bei schöner Musik in der Sonne sitzen kann. Wir freuen uns schon richtig darauf auch in Berlin endlich wieder Freunde treffen zu können. 👯🍾🎉💃🏻🍻🥂
Aber bis dahin ist noch etwas Sommer-Sonnen-Segelzeit in der schönen Adria.

This post was made at: 41°39.096N | 16°17.726E

1 Kommentar

  • Volkmar Sterzing says:

    Hallo Zusammen,

    Lastovo ist doch eine richtig gute Idee und ein sehr schöne Bucht!
    Von dort kommt man in 2-3 Tagen auch gut nachSplit. Ich finde die Lösung auch sehr attraktiv, genau wie die Stadt selbst…
    Viel Freude die nächsten Tage!

    Herzliche Grüße,

    Volkmar

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